4. April 2025

Hydroskopie – Die Kunst des Wassersuchens mit Wünschelruten

Seit Jahrhunderten nutzen Menschen die Hydroskopie, um unterirdische Wasserquellen aufzuspüren. Besonders bekannt ist dabei die Methode des Wünschelrutengehens, bei der eine Rute in den Händen des Suchenden ausschlägt und damit Wasser anzeigt. Doch ist diese Technik eine Gabe, die nur Auserwählte beherrschen, oder kann sie jeder erlernen? Und welches Material eignet sich am besten für eine Wünschelrute?

Das Prinzip der Wünschelrute basiert darauf, dass sie in den Händen des Rutengängers eine Bewegung ausführt – entweder nach unten, nach oben oder zur Seite. Diese Bewegung soll anzeigen, wo sich Wasseradern, Mineralien oder andere verborgene Strukturen unter der Erde befinden. Die genaue Ursache für dieses Phänomen ist umstritten:

  • Anhänger der Hydroskopie glauben, dass Wünschelruten auf natürliche Energiefelder oder Wasseradern reagieren.
  • Wissenschaftliche Erklärungen verweisen auf den ideomotorischen Effekt, bei dem kleinste, unbewusste Muskelbewegungen die Rute steuern, ohne dass sich die Person dessen bewusst ist.

Trotz der Skepsis vieler Wissenschaftler gibt es zahlreiche Erfahrungsberichte, in denen mit der Wünschelrute erfolgreich Wasserquellen gefunden wurden.

Nicht jeder Ast eignet sich als Wünschelrute. Traditionell werden bestimmte Holzarten bevorzugt, darunter:

  • Haselnuss – besonders biegsam und sensibel, eine der am häufigsten verwendeten Holzarten
  • Weide – ebenfalls flexibel und stark mit Wasser assoziiert
  • Buche – stabil und leicht zu bearbeiten
  • Eiche – weniger verbreitet, aber von einigen Rutengängern geschätzt

Ein frischer, gegabelter Ast in Y-Form ist ideal für das klassische Rutengehen. Das Holz sollte weder zu trocken noch zu starr sein, da es sonst zu wenig Flexibilität besitzt.

Neben der traditionellen Wünschelrute aus Holz gibt es weitere Hilfsmittel:

  • Metallruten (L-Ruten) – Diese bestehen meist aus Messing oder Kupfer und werden in Form zweier L-förmiger Stäbe gehalten, die sich frei bewegen können.
  • Pendeln – Manche Wassersucher nutzen Pendel über Karten oder direkt über dem Boden, um Wasseradern zu lokalisieren.
  • Elektronische Wünschelruten – Moderne Geräte messen elektromagnetische Felder und sollen so verborgene Wasserquellen aufspüren.

Die Wirksamkeit dieser Methoden wird unterschiedlich bewertet, aber viele Rutengänger haben ihre eigenen bevorzugten Werkzeuge.

Die Fähigkeit, mit einer Wünschelrute Wasser zu finden, wird oft als angeborene Gabe betrachtet. Tatsächlich berichten erfahrene Rutengänger, dass manche Menschen besonders empfindlich auf unterirdische Wasserläufe reagieren. Andere müssen sich erst mit der Technik vertraut machen und durch Übung ein Gefühl dafür entwickeln.

Während Skeptiker meinen, dass der Erfolg eher auf Zufall oder unbewusste Muskelbewegungen zurückzuführen ist, schwören viele auf die Kunst des Rutengehens – oft mit erstaunlichen Ergebnissen.